Das Thema Armut ist unlösbar mit dem Christentum verbunden. Caritas, von Bedeutung her „Nächstenliebe aus Wertschätzung“, und Diakonie gehören zu den zentralen Aufgaben der Kirche. In der Bibel klingt dabei deutlich und immer wieder an, dass es bei allen bestehenden (Miss-) Verhältnissen auch immer um (Un-)Recht und (Un-)Gerechtigkeit geht.
Dass die Kirche auf der Seite der Armen stehen muss und damit auch stets einen kritischen Blick auf die Ursachen von Armut behalten muss, hat Papst Leo XIV in seinem Mahnschreiben „Exhortatio dilexi te“ (Appell: Ich habe dich geliebt) deutlich gemacht. Er hat darin die Wirtschaftskritik seines Vorgängers, Papst Franziskus, weiterentwickelt und bekräftigt, dass christlicher Glaube nicht unpolitisch gelebt werden kann.
Das Katholische Bildungswerk lädt ein zu einer Diskussionsveranstaltung am Dienstag, 10. November 2026, um 19 Uhr ins Haus der Gemeinde St. Marien, Sachsenberger Landstr. 2 in Korbach.
Anne Bartholome wird in ihrem Impulsreferat das päpstliche Schreiben vorstellen. Sie hat einen Magister in Philosophie und ein Diplom in Caritas-Wissenschaften. Ehrenamtlich ist sie Diözesan-Vorsitzende der Caritas-Konferenzen Deutschlands im Erzbistum Paderborn. Anschließend blicken wir konkret auf die Situation im Dekanat Waldeck. Dazu haben sich folgende Personen zur Diskussionsrunde zur Verfügung gestellt: Oliver Breysach, Korbacher Tafel, Nadine Gebauer, Allgemeine Sozialberatung des Caritasverbands Brilon, Timna Schröder, Sozialberatung der Diakonie, und Sabine Syllwasschy, Schuldnerberatung des DRK. Das Publikum ist eingeladen, Fragen zu stellen und mitzudiskutieren.