Nach 15 Monaten intensiver Arbeit in den drei Projektgruppen Bad Arolsen, Bad Wildungen-Waldeck und Korbach stellten Ehrenamtliche die Ergebnisse vor ca. 100 Interessierten dar.
Für Bad Arolsen erläuterte Christoph Lange, dass Kirche und Pfarrheim St. Johannes Baptist in Bad Arolsen intensiv genutzt und erhalten bleiben. Zur Aufgabe von St. Peter und Paul in Mengeringhausen hatte sich die Gemeinde schon vor einigen Jahren entschieden. Aufgrund von Denkmalschutz-Auflagen konnte eine Vermarktung oder ein Abriss nicht realisiert werden. Mittlerweile kümmert sich CONSOLIDO, eine kirchliche Immobilienvermarktungsgesellschaft um eine sinnvolle Nachnutzung.
Carsten Fritzsching vom Gemeinderat Bad Wildungen gab Einblick in die Ergebnisse für Bad Wildungen-Waldeck: Während der Standort St. Liborius in Bad Wildungen erhalten bleibt, wird sich die Gemeinde von der Kurkirche Christkönig in Reinhardshausen trennen. Hier hat sich eine intensive ökumenische Zusammenarbeit entwickelt, die zu einer gemeinsamen Nutzung der Räumlichkeiten der evangelischen Lukaskirche führen wird. Das Pfarrheim in Waldeck wird verkauft, die Kirche St. Maria Himmelfahrt in Waldeck soll deutlich verkleinert werden. Die verkleinerte Kirche grenzt dann an das Pilgerhaus Gerlinde-Wanke-Haus, das derzeit saniert und eingerichtet wird. Die Kirche St. Bonifatius in Sachsenhausen kann aufgrund einer stabilen Gottesdienstgemeinde und geringer Kosten zunächst erhalten bleiben.
Carola Schillmöller und Gerd Sälzer stellten die Ergebnisse für den Pastoralen Raum Korbach dar: Die Kirche St. Marien wird Hauptkirche in Korbach bleiben. Das Haus der Gemeinde in Korbach ist sanierungsbedürftig. Ein Gutachten wird klären, ob saniert oder neu gebaut wird. Die St. Josef Kirche in Korbach soll Nebengebäuden und Grundstücken veräußert werden. Idee der Gemeinde war, dort ein Kolumbarium (Grabeskirche) einzurichten und ein trauerpastorales Angebot zu machen. Die Stadt Korbach hat den Kauf abgelehnt. Nun wird nach einem neuen Käufer mit überzeugendem Nutzungskonzept gesucht.
Die Kirche St. Marien in Adorf wird verkauft, ebenso das Pfarrheim und Pfarrhaus in Eppe. In der St. Peter und Paul-Kirche in Eppe werden in Sakristei und Altarraum Räumlichkeiten für die Gemeinde eingebaut, die Kirche wird wieder in die ursprüngliche Richtung mit Altarraum im Osten gedreht. In Hillershausen bleibt die St. Michael-Kirche erhalten, das Pfarrheim und Pfarrhaus wird an den derzeitigen Mieter verkauft. Die Kirchen St. Ursula in Nieder-Schleidern und St. Lukas in Sachsenberg bleiben zunächst erhalten. In Willingen wird das Pfarrheim verkauft, die St. Augustinus-Kirche wird als Gästekirche weiterhin rege genutzt und bleibt erhalten.
Die anschließenden Fragen des Publikums konnten von Projektbeteiligten und Fachberatung (Nadine Nawa, Werner Osterhaus und Hubertus Pape) des Generalvikariats in Paderborn beantwortet werden.
Dechant Edgar Zoor stellte am Anfang klar, dass sich die Gruppen zu Beginn wie in einem Nebel befanden, der sich gelichtet habe. Mit dem Ankerzeiten-Lied des neuen Seelsorgeraums Waldeck klang der Abend aus. Dieses beschreibt gleichzeitig eindrücklich, dass sich die Katholik*innen in Waldeck auf guten Grund unterwegs wissen und den weiteren Prozess als Seelsorgeraum mit Mut und Gottvertrauen weitergehen. Zum Abschluss gab es für alle Teilnehmenden ein Glas Honig. Es steht symbolisch für die fleißige Arbeit von Menschen in den Projektgruppen, die fruchtbare Ergebnisse gebracht haben. Die Energie des Honigs bedeutet gleichzeitig Hoffnung für den weiteren Weg.