Zukunft der Immobilien im Dekanat Waldeck
Präsentation des 2. Bildes der Immobilienstrategie
Am 27. Mai folgten über 30 Personen der Einladung des Dekanats in das Pfarrheim St. Liborius in Bad Wildungen, um sich über die Weiterentwicklung des Immobilienprozesses zu informieren. Dechant Edgar Zoor begrüßte die Anwesenden und übergab die Moderation an Stefan Magh und Anne Frank von der Prozessberatung.
Die Projektgruppen aus den Pastoralen Räumen Bad Arolsen, Bad Wildungen und Korbach präsentierten die Fortschreibung der Entwicklungen zu den gemeindlichen Gebäuden. Bereits im Januar wurde das erste Bild der Öffentlichkeit vorgestellt und Resonanzen einholt. In ihren Beratungen werden die Projektgruppen von der Fachberatung des Erzbistums unterstützt.
Der derzeitige Stand zu den Immobilien fasst folgende Tabelle zusammen:
| St. Johannes Baptist Bad Arolsen | Erhalt des gesamten Standorts |
| St. Peter und Paul Mengeringhausen | Abgabe der Gebäude an die bistumseigene Immobiliengesellschaft Consolido |
| St. Liborius Bad Wildungen | Erhalt des gesamten Standorts |
| Christkönig Reinhardshausen | Aufgabe der Kirche und ökumenisches Miteinander |
| St. Maria Himmelfahrt Waldeck | Aufgabe des Pfarrheims und Verkleinerung der Kirche |
| St. Bonifatius Sachsenhausen | Erhalt der Kirche |
| St. Marien Korbach | Erhalt des gesamten Standorts |
| St. Josef Korbach | Verkauf des gesamten Areals an die Stadt Korbach (in Verhandlung) |
| St. Marien Adorf | Verkauf von Pfarrheim und Kirche |
| St. Augustinus Willingen | Erhalt der Kirche, Aufgabe des Pfarrheims |
| St. Peter und Paul Eppe | Ökumenisches Miteinander in Kirche oder Pfarrheim |
| St. Michael Hillershausen | Erhalt der Kirche, Verkauf des Pfarrheims |
| St. Ursula Nieder-Schleidern | Zunächst Erhalt der Kirche |
| St. Lukas Sachsenberg | Aufgabe der Kirche oder Erhalt ad experimentum |
Nach der Vorstellung der Arbeitsergebnisse der Projektgruppen konnten die Teilnehmenden an unterschiedlichen Stellwänden die Vorschläge diskutieren und kommentieren. Dabei wurde mehrfach unterstützend bestätigt, dass ein ökumenisches Miteinander an den verschiedenen Standorten gewünscht ist. Auch ein Raum-in-Raum-Konzept beispielsweise in Eppe sahen Teilnehmende als zukunftsweisend.
Unterstützt wurde das Votum der Jugend, das Astrid Lessing, Referentin für Jugend und Familie, vorgestellt hatte. Insbesondere wurde die Anschaffung eines Bullis als notwendig für die Mobilität im ländlichen Raum erachtet. Für das neue pastorale Zentrum wurde ein Neubau favorisiert mit einer guten Bestuhlung und einfach zu transportierenden Tischen. Generell solle aber für alle im Seelsorgeraum eine gute Erreichbarkeit gewährleistet werden, eventuell auch über Gemeindebullis. An allen größeren Orten müsse aber eine pastorale Präsenz gesichert werden.
Für die Kurkirche Christkönig wünschen sich die Teilnehmenden eine sinnvolle Nachnutzung. Bei einer möglichen Abgabe beispielsweise an den Caritasverband schlugen Teilnehmende die Einrichtung eines ökumenischen Hospizes vor. Der Erhalt des Altarbereichs und eine zweistöckige Nutzung waren weitere Vorschläge. Bei möglichen Profanierungen kirchlicher Gebäude wurde der Wunsch nach Anwesenheit eines Bischofs geäußert.
Eine Kartenabfrage (grün, gelb, rot) ergab ein überwiegend grün-gelbes Bild und zeigt, dass die Teilnehmenden im Immobilienprozess einen zukunftsträchtigen Weg sahen oder trotz Bedenken den Weg mitgehen können.
Weitere Resonanzen und Ideen können bis zum 17. Juni 2026 an das Dekanatsbüro (buero@dekanat-waldeck.de) gesendet werden. Das finale Bild wird am 22.10.2026 in Korbach präsentiert. Die Immobilien-Vereinbarung wird beim Erzbischöflichen Generalvikariat eingereicht, nach dortiger Zustimmung beginnt eine fünfjährige Umsatzphase.
Gisela Vollbracht/Leonie Jedicke
Ansprechperson
Leonie Jedicke
Dekanatsreferentin im Dekanat Waldeck
34497 Korbach
Telefon: 05631 9379905
Mobil: 01523 77 15 724
E-Mail: leonie.jedicke@dekanat-waldeck.de