Kath. Bildungswerk im Dekanat Waldeck e.V.

Sternstunde - ein ökumenisches Angebot für Trauernde

Eingeladen sind trauernde Menschen, die in einer Gruppe ein Stück ihres Weges zusammen gehen wollen. Der eigenen Trauer und der liebevollen Erinnerung werden in unterschiedlicher Weise nachgespürt. Die Treffen der offenen Gruppe finden einmal monatlich statt.

Nach einer Vorstellungs- und Befindlichkeitsrunde gibt es einen thematischen Teil mit Gesprächsimpulsen und einem kreativen Angebot. Die Treffen enden mit einem gemeinsamen Abendessen.

Die Teilnehmenden integrieren ihre Trauer in den Alltag und lernen mit der Trauer zu leben.

Kursleitung: Andrea Pilapl Tel.: 0160 90334761

 

Kath. Pfarrheim St. Johannes Baptist

Große Allee 29

34454 Bad Arolsen

 

Selbstbestimmung bis zuletzt?! Vortrags- und Dialogabend zum Thema Ethik und Verantwortung in der Suizidassistenz

Welches Bild haben Sie vom Menschen? Diese Frage stellte der Hauptreferent des Abends, Johannes Tomberg, Referent für ethische Bildung im Diözesan-Caritasverband Paderborn, in den Mittelpunkt seines Vortrags. Denn es ging um Ethik und Verantwortung in der Suizidassistenz bei einem Vortrags- und Dialogabend des Katholischen Bildungswerks Waldeck in Korbach, zu dem knapp 90 Personen gekommen waren.

Johannes Tomberg wog die Argumente für und gegen eine Suidzidassistenz an drei Kriterien gegeneinander ab: Fürsorge, Würde und Selbstbestimmung. Wenn Würde niemals verloren gehen kann und auch nicht verdient werden muss, wenn im Rahmen der Selbstbestimmung der Mensch nicht nur als Individuum, sondern auch als Sozialwesen betrachtet wird, dann falle es schwer, den Suizid als „gut“ zu qualifizieren, so Tomberg. Auch vor dem Hintergrund einer Gesellschaft, die die Leistungsfähigkeit von Menschen in den Mittelpunkt stellt, kann die Diskussion um den assistierten Suizid zu einem Dammbruch führen: Dass Menschen sich unter dem gesellschaftlichen Druck sehen, weil sie „zur Last fallen“, den Weg des Suizids zu beschreiten. Welche Folgen hat das für hochaltrige, schwer erkrankte oder behinderte Menschen? Tomberg appellierte eindringlich zu mehr Suizidprävention. In seinem Vortrag kam er zu dem Schluss, dass es trotzdem Situationen geben kann, in denen ein Mensch trotz aller Bemühungen zu dem Urteil komme, dass der Tod in seiner Situation das geringere Übel als das Leben sei. Dann gelte es Selbstbestimmung bis zuletzt zu fördern, sie in der Entscheidung einzufordern und am Ende auch zu respektieren.

Der Palliativmediziner Dr. Michael Rost erläuterte die palliative Versorgung im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Er zeigte, dass Menschen gut versorgt werden können und in den meisten Fällen Suizidwünsche durch Begleitung und therapeutische Maßnahmen nur temporär aufträten.

Die Koordinatorin des ökumenischen Hospizdienstes Bad Arolsen, Corinna Schwolow, erläuterte das Ringen innerhalb der Gruppe der Hospizmitarbeitenden um eine verantwortete Haltung zum Thema Suizidassistenz. Der Fokus liege auf Begleitung ohne Wertung, auf Ermutigung Gefühle und Ängste aussprechen zu können. Sollten Menschen, die sich in einer Begleitung befinden, den Suizid als letzten Ausweg wählen, werde die Begleitung bis zuletzt sichergestellt. Allerdings stelle der hospizliche Gedanke ein gutes Leben bis zuletzt in den Mittelpunkt.

Im anschließenden Dialog konnten weitere Positionen geklärt werden. Spürbar war der Respekt vor den Entscheidungen jeder einzelnen Person, die Notwendigkeit der guten Beratung und Begleitung sowie der Bedarf, das Thema Suizidprävention stärker zu beleuchten.

Leonie Jedicke, Dekanatsreferentin

 

Vereinszweck

Der eingetragene gemeinnützige Verein hat das Ziel, die katholische Erwachsenenbildung im Dekanat Waldeck und in seinen Pfarreien anzuregen, zu unterstützen, zu koordinieren und durchzuführen. Insbesondere bedeutet dies, so steht es in der Satzung, ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen und zu unterstützen, Methoden zeitgemäßer Jugend- und Erwachsenenbildung zu entwickeln und zu fördern, Bildungsmaßnahmen durchzuführen und die für diese Arbeit notwendigen und geeigneten Mittel bereitzustellen.

 

Mitglieder 

Alle Pfarrgemeinden, die Caritaskonferenzen sowie andere juristische Personen und Einzelpersonen, die die Arbeit des Bildungswerks unterstützen möchten, können Mitglieder sein. Die Pfarrgemeinden werden im Verein durch ihre Bildungsbeauftragten vertreten, die von den Pfarrgemeinderäten bestimmt werden. Der Vorsitzende wird auf Vorschlag des Dekanatspastoralrats vom Dechanten berufen und dadurch Vereinsmitglied, die anderen Vorstandsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung gewählt.

Ansprechpartner

Vorsitzender: Herr Robert Gassner

Geschäftsführerin: Frau Christel Trachte

Anregungen und Ideen für neue Veranstaltungsthemen oder Referenten sind stets herzlich willkommen!

Finanzierung 

Die Finanzierung der Bildungsveranstaltungen erfolgt über Zuschüsse der kefb (katholische Erwachsenen- und Familienbildung im Erzbistum Paderborn Erzdiözese Paderborn (www.kefb.de), deren Mitglied das katholische Bildungswerk Dekanat Waldeck e.V. ist.

 

Ihre Ansprechpartner/in

© Dekanat Waldeck

Robert Gassner

Vorsitzender

Gisela Vollbracht

Dekanatssekretärin
Telefon: 05631 9379900